|
| |
|
| ZEI Discussion Paper in 2007 |
|
| Peter Hughes: NATO and the EU: Managing the Frozen Conflict. Test Case Afghanistan (ZEI Discussion Paper C 178/2007): Mit Blick auf die Probleme im Verhältnis von NATO und EU, die bisweilen als „frozen conflict“ bezeichnet werden, hinterfragt das Discussion Paper, inwieweit es möglich sein wird, die bestehenden Probleme zu überwinden, und zu einer verbesserten NATO-EU-Zusammenarbeit zu gelangen, insbesondere in Afghanistan. Wird es möglich sein, eine komplementäre NATO-EU-Sicherheitsarchitektur aufzubauen? Afghanistan stellt mit der NATO-geführten und VN-mandatierten ISAF sowie einschlägigen ESVP-Initiativen den Lackmustest hierfür dar. Das Ergebnis wird entscheidend dafür sein, ob NATO und ESVP derart gekoppelt werden können, dass den gemeinsamen Sicherheitsinteressen des Westens gedient ist.
Dominic Heinz: A Review of EU-Russian Relations. Added Value or Structurally Deficient? (ZEI Discussion Paper C 177/2007) blickt im europäisch-russischen Verhältnis sowohl auf die Entwicklungen in der EU und in Russland, als auch auf die wichtigsten politischen bilateralen Themen zurück. Anhand von drei Fallbeispielen zeichnet der Autor ein ambivalentes Bild der beiderseitigen Beziehungen: Die bilateralen Strukturen schufen einen klaren Mehrwert für beide Seiten im Energiedialog, konnten aber im Rahmen des Kosovo-Konflikts keine Lösungen vorbereiten; für den Tschetschenien-Konflikt sind beide Interpretationen möglich.
Andreas Marchetti/Martin Zimmek (Hrsg.): Annäherungen an Europa. Beiträge zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft 2007 (ZEI Discussion Paper C 175/2007). Unter dem Motto „Europa gelingt gemeinsam“ übernahm die Bundesrepublik Deutschland von Januar bis Juni 2007 den Vorsitz im Rat der Europäischen Union. Das Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI) begleitete die deutsche Ratspräsidentschaft mit einer Vortragsreihe mit renommierten Experten aus Theorie und Praxis. Die Vorträge der Reihe liegen nunmehr als ZEI Discussion Paper vor, das neben den Beiträgen zu den vielfältigen Aspekten europäischer Integration eine erste Bilanz der deutschen Ratspräsidentschaft bietet.
Mladen Dragasevic: The Newest Old State in Europe. Montenegro Regaining Independence (ZEI Discussion Paper C 174) behandelt einleitend die wichtigsten Politikentwicklungen nach der Auflösung Jugoslawiens. Der Autor erläutert auf dieser Basis die Hintergründe der montenegrinischen Unabhängigkeitsbewegung und ihre Auswirkungen. Darüber hinaus wird die Rolle der Europäischen Union thematisiert und die Hintergründe europäischer Politikentscheidungen beleuchtet.
Carsten Schymik: Norwegens Sonderweg nach Europa. Warum Norwegen nicht Mitglied der Europäischen Union ist (ZEI Discussion Paper C 173) untersucht die Ursachen für Norwegens formelle EU-Abstinenz. Der Autor kommt nach Prüfung verschiedener Faktoren zu dem Schluss, dass weniger Nationalismus oder Protektionismus als vielmehr ein tief verwurzelter Anti-Föderalismus den norwegischen Integrationswiderstand erklären können.
Frauke Muth: When Sleeping Dogs Wake Up. Norway and Justice and Home Affairs in the European Union (ZEI Discussion Paper C 172): untersucht, inwiefern die Regierung Norwegens bestehende Partizipations- und Einflussmöglichkeiten im Rahmen des Schengen-Abkommens nutzt. Als Rahmen für die Analyse der Nutzung unterschiedlicher Einflussmöglichkeiten dient eine Typologie, die sich allgemein verständlicher Metaphern bedient. Die Palette reicht vom „Sleeping Dog", über den „Watch Dog" bis zum „Hunting Dog", wobei jeder Typ einen bestimmten Grad politischen Engagements bezeichnet. Eine vierte Kategorie, der „Dog behind Fence", bietet den Rahmen für eine Untersuchung von Möglichkeiten und Grenzen für eine künftige Mitwirkung Norwegens im weiteren Feld der Justiz- und Innenpolitik der EU. Die Analyse erfolgt am Fallbeispiel der Verhandlungen zum Assoziierungsabkommen Norwegens mit dem Europäischen Haftbefehl.
Matthieu Bertrand/Ðorđe Popović/Denis Prešova (eds.): Reconstructing Europe. Two Alternative Proposals for a European Constitution (ZEI Discussion Paper C 171): Die Ablehnung des europäischen Verfassungsvertrags in zwei Referenden in Frankreich und in den Niederlanden führte zu einem „konstitutionellen Koma“. Von der deutschen Ratspräsidentschaft, die mit dem 50. Jahrestag der Unterzeichnung der Römischen Verträge zusammenfällt, wird erwartet, dass sie den Verfassungsgebungsprozess wieder in Gang setzt. Die kürzlich verabschiedete „Berliner Erklärung“ zeugt von dem Willen, die EU auf eine erneuerte gemeinsame Grundlage zu stellen. Unter Leitung von ZEI-Direktor Prof. Dr. Ludger Kühnhardt haben ZEI-Master Fellows mögliche alternative Verfassungstexte ausgearbeitet. Das Discussion Paper beinhaltet einerseits eine „visionäre“ Verfassung und andererseits einen „realistischen“ Text, der auf dem im Oktober 2004 unterzeichneten Verfassungsdokument fußt.
Thomas Demmelhuber: The European neighbourhood Policy (ENP) and its Implementation in the Southern Mediterranean. The Case of Egypt (ZEI Discussion Paper C 170/2007): Die Verbreitung von Demokratie als empfundener Auftrag einer sich selbst definierenden Wertegemeinschaft (EU) wird von mehreren Seiten kritisch hinterfragt. Zumindest rhetorisch basiert Rechtsstaatlichkeit, gute Regierungsführung und ein demokratischer Reformprozess auf einer gemeinsamen Interessensagenda zwischen der Europäischen Union und den Partnerländern im südlichen Mittelmeerraum. Die unterschiedliche Perzeption von Reform und einem demokratischen Wandel führt aber in der Implementierung der gemeinsamen Interessen zu einer völlig unterschiedlichen Motivlage und Prioritätensetzung. Über eine Skizzierung der ägyptischen Perspektive und Gründe für den Wahrnehmungsunterschied gegenüber der ENP sowie ihrer Motive und Gründe für die schwierigen Verhandlungen im Zuge des EU-ägyptischen Aktionsplans versucht die Abhandlung Schlussfolgerungen für die außenpolitischen Ziele, Strategien und Instrumente der EU zu ziehen.
Ariane Kösler: The Southern African Development Community and its Relations to the European Union. Deepening Integration in Southern Africa? (ZEI Discussion Paper C 169/2007) thematisiert die Ziele, die Geschichte und die institutionelle Struktur von SADC und befasst sich mit den gegenwärtigen Herausforderungen und Hindernissen regionaler Integration im Südlichen Afrika. Darauf aufbauend werden die Beziehungen zwischen SADC und ihrem größtem Geber, der EU, analysiert und zwar mit Blick auf die Auswirkungen auf das gemeinsame Ziel vertiefter Integration in der Region. Während die Einschätzung der gegenwärtigen Anstrengungen SADCs vorsichtig optimistisch ausfällt, ist die Bilanz der EU-SADC Beziehungen recht ambivalent hinsichtlich der Beseitigung von Hindernissen regionaler Integration im Südlichen Afrika.
Marvin Andrew Cuschieri: Europe’s Migration Policy Towards the Mediterranean. The Need of Reconstruction of Policy-Making (ZEI Discussion Paper C 168/2007) In zunehmendem Maße werden Migrationsfragen in den EU-Mitgliedstaaten wie auch in der EU selbst wahrgenommen. Derzeit hat die EU in diesem Bereich nur bedingt Kompetenzen inne. Cuschieri plädiert für eine aktivere Rolle der supranationalen Ebene als besten Ansatz, um mit Migration aus der Mittelmeerregion umzugehen. Er analysiert die Gründe für die Migration aus den südlichen Mittelmeeranrainerstaaten und skizziert die für nötig erachteten Antworten seitens der EU.
Ludger Kühnhardt: Europa neu begründen (ZEI Discussion Paper C 167/2007)
Die Idee der europäischen Einigung neu zu begründen und damit wieder attraktiver werden zu lassen - dazu trägt ZEI-Direktor Prof. Dr. Ludger Kühnhardt in einer Streitschrift bei, die das Zentrum für Europäische Integrationsforschung als neues Discussion Paper veröffentlicht hat. Die Kernthesen von Kühnhardt wurden zuvor als Serie in der in Bonn erscheinenden Wochenzeitung "Rheinischer Merkur/Christ und Welt" veröffentlicht und begleiteten während des Monats Januar die deutsche EU-Ratspräsidentschaft. Kühnhardt argumentiert, dass die derzeitige Krisenlage der EU eine Chance sei und dass die EU durch eine Phase der inneren Neugründung gehe. Sie entwickelte sich von einem Elitenprojekt zu einem immer selbstverständlicheren Teil des Alltags der Unionsbürger. Die Nationalstaaten, die Mitglied der EU seien, sind europäisiert. In fünfzig Jahren sei Europa institutionell entstanden. Europäer aber gäbe es wirklich noch nicht so recht. Die von der EU formal ausgerufene Unionsbürgerschaft müsse mit Leben erfüllt werden. Kühnhardt untersucht die Potentiale der Entstehung europäischer politischer Parteien und die Rahmenbedingungen eines europäisch erweiterten Sozial- und Wohlfahrtstaates. Das Discussion Paper des ZEI-Direktors ist ein Beitrag zur notwendigen Vertiefung der europäischen Identität durch wissenschaftliche Impulse, die die Diskussion bereichern und erweitern.
|
|
| ZEI - Arbeitskreis "Netzzugang und Entgeltregulierung" am 10. Dezember 2007 |
|
|
Der 9. Arbeitskreis "Netzzugang und Entgeltregulierung" fand am 10. Dezember 2007 erfolgreich in den Konferenzräumen des ZEI in Bonn statt.
Im Anschluss an das gelungene Impulsstatement zu den Entflechtungsvorschriften des dritten Liberalisierungspakets von Herrn Dr. Dominik Schnichels, Generaldirektion Wettbewerb der Europäischen Kommission, Brüssel, fand eine rege Diskussion statt. Im Zentrum des Interesses stand unter anderem die Frage, ob durch eine eigentumsrechtliche Entflechtung die Anreize zu Investitionen in die Netze verstärkt werden können und die Diskriminierung von Netzzugangspetenten ausgeschlossen wird. In interessanten Diskussionen wurden darüber hinaus die Grenzen beleuchtet, die Art. 295 EG einer solchen eigentumsrechtlichen Entflechtung setzen könnte. Als problematisch wurde insbesondere die Option für Energieversorgungsunternehmen in staatlicher Hand herausgearbeitet, wonach diese das Netzeigentum und den Netzbetrieb einer unabhängigen staatlichen Rechtsperson übertragen können. Die Problematik einer Ungleichbehandlung privaten und öffentlichen Eigentums wurde kontrovers diskutiert.
Der Arbeitskreis, der aus dem Studienkreis Regulierung der Netzwirtschaften im ZEI hervorgegangen ist, wurde von Prof. Dr. Christian Koenig, ZEI, Dr. Cara Schwarz-Schilling, Bundesnetzagentur, und Robert Klotz, Europäische Kommission, moderiert.
Informationen über die Tätigkeiten des Arbeitskreises erteilt Frau Kristina Schreiber.
|
|
| Vortrag von Prof. Koenig zum Ownership Unbundling bei FTD Konferenz |
|
|
Am 4. Dezember hat Prof. Koenig im Rahmen der FTD-Konferenz Energierecht und Wettbewerb im Intercontinental Hotel in Düsseldorf folgenden Vortrag gehalten: "Ownership Unbundling und Independent System Operator im Lichte des
europäischen und nationalen Rechts". Den Vortrag finden Sie hier und weitere Informationen zu der Konferenz unter http://www.ftd.de/energierecht.
|
|
| ZEI Summer-Academy in Comparative Regional Integration 2008 |
|
|
Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) wird in 2008 erneut die Ausrichtung einer Sommerakademie in Comparative Regional Integration am ZEI fördern. Nach dem großen Erfolg dieser in 2007 erstmalig durchgeführten innovativen Bildungsmaßnahme ist das ZEI stolz, auch im kommenden Jahr mit Unterstützung des DAAD und Mitteln des Auswärtigen Amtes, ausländischen Nachwuchswissenschaftlern, Graduierten und fortgeschrittenen Studierenden die Teilnahme an einem exzellenten Weiterbildungsprogramm an einer deutschen Hochschule zu ermöglichen.
Weitere Details über die Sommerakademie in 2007 finden Sie hier.
|
|
| Menschenrechte im Mittelmeerraum: EuroMeSCo-Jahreskonferenz 2007 |
|
|
Die diesjährige Jahreskonferenz der Euro-Mediterranean Study Commission (EuroMeSCo) fand von 3. bis 4. Oktober 2007 in Lissabon statt. Sie stand ganz im Zeichen der Menschenrechte als gemeinsames Anliegen des gesamten Euro-Mediterranen Raums. In Fallbeispielen und Workshops wurde ihre herausragende Bedeutung für die weitere Entwicklung des Mittelmeerraums und der Beziehungen zwischen der EU und den Mittelmeerdrittländern herausgestellt. Ein weiterer Fokus richtete sich auf die Frage nach den Implikationen des französischen Vorschlags einer „Mittelmeerunion“. Von Seiten des ZEI nahm ZEI-Mitarbeiter Andreas Marchetti an der EuroMeSCo-Jahreskonferenz und der sich anschließenden EuroMeSCo-Generalsversammlung teil.
|
|
| Sommerakademie in vergleichender regionaler Integration mit 28 Teilnehmern aus 23 Ländern |
|
|
| Taugt die EU als Vorbild für regionale Integration in anderen Weltgegenden? Diese Frage stellten sich vom 10. bis 22. September Studenten und Postgraduierte aus insgesamt acht Integrationsgemeinschaften in Afrika, Asien, Lateinamerika und der Karibik am ZEI. Unter der Leitung von ZEI-Direktor Professor Dr. Ludger Kühnhardt diskutierten die Teilnehmer dieser in Europa einzigartigen Sommerakademie aktuelle Fragen des Regionalismus.
Die Europäische Union ist 50 Jahre nach Unterzeichnung der Römischen Verträge weltweit zu einem Synonym für friedliche Konfliktlösung, wirtschaftlichen Wohlstand und geteilte Verantwortung zwischen ihren Mitgliedstaaten geworden. Inzwischen wird das Erfolgsmodell auch außerhalb Europas nachgeahmt. Der Weg zur regionalen Integration verläuft dabei durchaus unterschiedlich. Diesen Unterschieden widmete sich die erste Sommerakademie zum Thema "Comparative Regional Integration" am ZEI. Die 28 Teilnehmer aus 23 Ländern, die aus über einhundert qualifizierten Bewerbungen ausgewählt wurden, analysierten zusammen mit renommierten Wissenschaftlern und Experten aus der Praxis aktuelle Themen rund um die regionale Integration und die Rolle der EU als Partner und Vorbild.
Das Programm enthielt neben Vorlesungen auch zahlreiche Workshops und Gruppendiskussionen sowie eine Simulation europäischer Entscheidungs-prozesse. Zudem fand ein Besuch des Europäischen Parlaments und der Kommission in Brüssel statt. So erhielten die Teilnehmer die Gelegenheit, die EU aus nächster Nähe kennen zu lernen.
Einer der vielen bleibenden Erträge der Sommerakademie ist eine Sammlung der Reflexionen der Teilnehmer, die als ZEI Discussion Paper mit einem Vorwort der EU-Kommissarin für Außenbeziehungen und Europäische Nachbarschaftspolitik, Dr. Benita Ferrero-Waldner, erschienen sind. Die einzelnen Artikel fassen die unterschiedlichen Blickwinkel auf regionale Integrationsprozesse und die Bedeutung der EU in diesem Zusammenhang zusammen. ZEI Discussion Paper C 176/2007: Ariane Kösler/Martin Zimmek (Hrsg.): Global Voices on Regional Integration.
Die Sommerakademie wurde gefördert durch den DAAD mit Mitteln des Auswärtigen Amtes und durch die EU Kommission, die Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen in Brüssel, die Deutsche Welle sowie durch InWEnt.
|

Gruppenfoto der Teilnehmer mit Prof. Dr. Ludger Kühnhardt, ZEI-Direktor; Prof. Dr. Matthias Winiger, Rektor der Universität Bonn und Ruth Hieronymi, MdEP (1. Reihe v.l.n.r.)
|

Teilnehmer aus Afrika überreichen dem Präsidenten des Europäischen Parlaments, Prof. Dr. Hans-Gert Pöttering, das ZEI Discussion Paper "Global Voices on Regional Integration".
|
|
| Intensive Kooperation mit Wissenschaftlern aus China |
|
|
Im Rahmen des „EU-China-European Studies Centres Programme“ (ESCP) besuchten in 2007 acht chinesische Gastforscher das ZEI. Fünf Gastforscher kamen von der „Shanghai Academy of Social Sciences“ und drei waren Gäste des „European Studies Centre“ der Sichuan University in Chengdu. Schwerpunkte der wissenschaftlichen Zusammenarbeit mit ZEI-Mitarbeitern waren die zukünftige Entwicklung der Europawissenschaften in China und Fragen der Europäischen Identität.
|
|
| EU und Japan: Cross Regional Support: Neue Forschungsansätze |
|
|
Am 24. Juli 2007 fand an der Waseda Universität (Japan) unter Leitung führender japanischer und britischer Wissenschaftler ein Workshop unter dem Titel "Overlooked and Undervalued? EU-Japan Co-operation and Joint Responsibility of the World’s Two Principal Civilian Powers" mit der Zielvorgabe statt, einen regen wissenschaftlichen Diskurs zu Fragen der europäisch-japanischen Diplomatie anzustoßen. Die Ergebnisse des Projektes werden in eine umfangreiche Veröffentlichung münden. Tilo Wagner, Doktorand von ZEI Direktor Prof. Dr. Ludger Kühnhardt stellte bei diesem Anlass sein Paper „The evolution of EC/EU-Japan Political Co-operation and its Most Prominent Feature: Cross Regional Support (1996-2006)" vor. In seiner Kernthese beleuchtet Wagner die wechselseitige Unterstützung von Japan und der EU in der Bewältigung der jeweiligen regionalen Herausforderungen. Das Paper fand große Aufmerksamkeit unter den asiatischen Wissenschaftlern.
|
|
| EU Summer School in Taiwan |
|
|
Die europäische Integration ist auch 50 Jahre nach Unterzeichnung der Römischen Verträge ein Zukunftsprojekt. Dies zeigt nicht nur der weiterhin steigende Einfluss der EU in der Welt, sondern auch die weltweite Tendenz, die europäische Integrationserfahrung zur Beantwortung aktueller Herausforderungen heranzuziehen. Entsprechend wird der Europäischen Union in zahlreichen Regionen der Welt ein großes Interesse entgegengebracht, so auch beispielsweise in Südostasien. In Zusammenarbeit mit dem Graduate Institute of European Studies an der Tamkang-Universität, Taipeh, veranstaltete das Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI) vom 16. Juli bis 3. August 2007 eine Summer School zu Fragen der europäischen Integration. Auf Basis der Partnerschaft zwischen der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität und der Tamkang-Universität wurde mit Mitteln des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) die Durchführung der Summer School ermöglicht. Experten des ZEI, u.a. Senior Fellow Staatssekretär a. D. Klaus Bünger und Research Fellow Andreas Marchetti, und der Tamkang-Universität behandelten und diskutierten unterschiedliche Aspekte der europäischen Einigung. Um die verschiedenen Facetten des Integrationsprozesses zu beleuchten, widmeten sich die Referenten sowohl historischen Aspekten des Einigungswerks als auch aktuellen politischen Entwicklungen unter verschiedenen Blickwinkeln, wobei insbesondere dem in Europastudien gängigen Dreiklang von Politikwissenschaft, Volkswirtschaft und Rechtswissenschaft gefolgt wurde. Ergänzend fanden Exkursionen zum taiwanesischen Außen- und Wirtschaftsministerium statt, damit die taiwanesischen Teilnehmer sowie die europäischen Referenten einen Eindruck von der tagespolitischen Relevanz der Europäischen Union auf internationaler Bühne gewinnen konnten. Tabea Leibbrand, Koordinatorin des ZEI-Master of European Studies, stellte am Rande der Summer Academy den Teilnehmern das Masterprogramm vor. Der Teilnehmerkreis an dieser ersten in Zusammenarbeit von ZEI und Tamkang-Universität ausgerichteten Summer School umfasste insgesamt 108 Studenten und Graduierte mit unterschiedlichem akademischem Hintergrund von insgesamt 18 taiwanesischen Universitäten.
|
|
| "50 Argumente für Europa" - ZEI erstellt Diskussionsleitfaden für die Bundesregierung |
|
|
| "50 Argumente für Europa" - so lautet der Titel eines Diskussionsleitfadens der deutschen Bundesregierung zur Ratspräsidentschaft Deutschlands im ersten Halbjahr 2007. Der Leitfaden wurde vom Auswärtigen Amt in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI) an der Universität Bonn erarbeitet. Er zeigt auf, wie der Bürger von der Europäischen Union profitiert. Ein Team von ZEI-Mitarbeitern unter der Leitung von Professor Dr. Christian Koenig und Dr. Cordula Janowski hat die Texte erstellt.
Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel hat den Leitfaden kürzlich in Berlin vorgestellt. Die Broschüre sei der zentrale Informationstext der Bundesregierung zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft, betonte Merkel in Anwesenheit von Außenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier.
ZEI-Direktor Professor Dr. Ludger Kühnhardt ermunterte die Bundesregierung bei dieser Gelegenheit, die Chancen der EU verstärkt in den Vordergrund zu stellen. "Man darf nicht immer nur über die Grenzen der europäischen Einigung diskutieren, will man die junge Generation für diese Idee mobilisieren", sagte er. Kühnhardt regte die Schaffung eines europäischen Zivildienstes an, um das transnationale europäische Bürgerschaftsverständnis und den Charakter der EU als Wertegemeinschaft mit Leben zu erfüllen.
Der Diskussionsleitfaden "50 Argumente für Europa" ist über das Auswärtige Amt in Berlin zu beziehen.
Die Rede der Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel beim Gespräch mit Bürgervertretern zur deutsche EU-Ratspräsidentschaft finden Sie hier...
|
|
| ZEI informierte Bürger über Europa im Alten Rathaus der Stadt Bonn |
|
|
Am Samstag, den 5. Mai 2007, lud die Stadt Bonn von 10 bis 17 Uhr zum Europatag ins Alte Rathaus ein. Dort konnten sich die interessierten Bonner an den Ständen zahlreicher europäischer Staaten und europapolitischer Organisationen über Europa informieren. Auch das ZEI folgte dem Angebot der Stadt und präsentierte sich im Rahmen dieser Veranstaltung eienr breiten Öffentlichkeit, die eine exzellente Gelegenheit bot, um die EU ihren Bürgern ein Stück näher zu bringen. Die Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann eröffnete die Veranstaltung gemeinsam mit den Abgeordneten des Europäischen Parlaments Ruth Hieronymi und Alexander Graf Lambsdorff.
Mehrere Wissenschaftliche Mitarbeiter des ZEI standen während des Europatages interessierten Bürgern Rede und Antwort zu den aktuellen Fragen und den vielfältigen Themen rund um die EU. Auch die vom ZEI bereitgestellten Discussion Paper, Informationsbroschüren und weitere Publikationen zu diversen Europathemen fanden bei den Besuchern Anklang. Des Weiteren stieß insbesondere das breite Bildungsangebot des ZEI bei Schülern und Studenten auf Interesse.
|
|
| Master of European Studies: Abschlussfeier des 9. Jahrgangs, 2006/07 |
|
|
Am 31. Mai 2007 fand in einer feierlichen Zeremonie die Abschlussfeier des 9. Jahrgangs des Master of European Studies am Zentrum für Europäische Integrationsforschung statt. 31 Absolventinnen und Absolventen aus 17 verschiedenen Ländern und drei Kontinenten wurden in Anwesenheit von Prorektor Prof. Dr. Max P. Baur und Bürgermeister Helmut Joisten für ihre Leistungen geehrt. Ehrengast und Hauptredner Wolfgang Kopf, Leiter des Zentralbereichs Politische Interessenvertretung & Regulierung der Deutschen Telekom AG, sprach von guten Chancen auf dem Arbeitsmarkt für die internationalen Absolventen.
Eingerahmt wurde die Feier durch Reden von Prof. Dr. Kühnhardt, Geschäftsführender Direktor des ZEI, und Programmleiterin Dr. Cordula Janowski, in denen sowohl Anerkennung für die Leistungen, als auch Zuversicht für den Werdegang der Absolventen zum Ausdruck gebracht wurde.
|
|
|
|
| |
|
|